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Vom Gehorsam zur Verantwortung

Mitten drin sind wir, im Paradigma-Wechsel!

Wohl die meisten Eltern wollen Kinder, die stark ins Leben gehen und in sich die Fähigkeit haben, Verantwortung zu übernehmen für sich und andere.
Mehr denn je, brauchen wir Menschen die nicht einfach blind gehorchen. Die brav ihrer Konditionierung folgen. Die Welt braucht Menschen, die aus ihrem inneren Wesenskern heraus handeln können. Dieser innere Kern ist Liebe, Empathie, Verbundenheit, Klarheit, Wertschätzung, ist das, was uns Menschen ausmacht!

Was wünschen wir uns mehr, als dass unsere Kinder jetzt und als Erwachsene gesund, stark und eigenständig im Leben stehen, voller Vertrauen und Verbunden mit sich.

Immer mehr Eltern suchen neue Wege mit ihren Kindern. Weg von alten Erziehungsmustern, die Gehorsam fordern, keinen Widerspruch dulden und wo die Macht der Erwachsenen mit Lob und Tadel demonstriert wird.

Diese neuen Wege müssen wir in uns suchen. Sie sind manchmal verschüttet, nur kleine Trampelpfade, oft fehlen innere Wegweiser.
Seit mehreren Jahrzehnten wurden Menschen zum gehorsam erzogen. Dieses kulturelle Erbe ist in uns verankert.
Selber erfahre ich dies immer wieder. Wenn es nicht so gut läuft zwischen mir und meiner Tochter (6 Jahre alt). Wenn sie nicht so will, wie ich gern will. Wie schnell habe ich da Ideen, Methoden, Worte zur Hand bzw. im Mund, mit denen ich meine Tochter „gehorsam“ machen könnte.
Ja eben, gehorsam, denn noch bin ich am längeren Hebel, noch habe ich die gesamte Macht physisch und psychisch.
Aber eben, dass will ich ja gar nicht. Also sage ich mal gar nichts. Oft werde ich unsicher. Weiss nicht was zu tun ist. So will ich auch nicht. Schliesslich geht es ja auch um meine Gleichwürdigkeit, um Respekt.
Manchmal finde ich Klarheit, kann mich ausdrücken in (m)einer persönlichen Sprache, die ja nur ankommt, wenn die Haltung dahinter auch stimmt. Wenn ich das was ich sage, auch so meine und ich nicht gerade irgendwo in mir noch mit Schuldgefühlen oder Selbstzweifeln kämpfe.
Dies sind gelingende Momente in der Beziehung zu mir und meiner Tochter! Wow, herrlich. So klar zu stehen, empathisch zu sein, durchatmen!
Manchmal werde ich laut, zu laut, fordere Gehorsam.... Universum sei Dank, ist meine Tochter schon mit dem Paradigma-Wechsel auf die Welt gekommen. Das funktioniert bei ihr nämlich nicht: „Mama, so darfst du mit mir nicht sein, das ist nicht in Ordnung....
„Ja, ich weiss, das ist nicht in Ordnung, aber ich weiss gerade nicht mehr was ich machen soll, ich bin verzweifelt und schrecklich wütend... Ich möchte nicht, dass es so zwischen uns ist...“ sage ich.
Wir streiten, schreien, ringen, suchen einen Weg, gemeinsam. Wir wachsen aneinander und miteinander und es entstehen Beziehungswege die von Gleichwürdigkeit, Wertschätzung, Menschlichkeit und Authentizität gezeichnet sind.
Was ich allen Eltern wünsche, ist immer wieder den Mut zu fassen, neue Wege zu gehen gemeinsam mit ihren Kindern und vor allem ganz viel Selbstmitgefühl, wenn es uns nicht immer gelingt so als Eltern zu sein und zu handeln, wie wir es gerne möchten!

N.Daenzer



„Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten, und Problemen mit uns und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiss ich: Das heisst Leben!“

Ausschnitt von Charlie Chaplins Rede an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959