Logo Momoblog

Aggres­sion – ein lebens­not­wen­diges Grundgefühl!

„Soziale Bereiche können nur dann funk­tio­nieren, wenn sie Platz für Unge­horsam und die soge­nannten Gefühle – Wut, Schmerz, Trauer — des Kindes bieten.“ | Jesper Juul

Wie gut oder wie schlecht sind Aggressionen?

Keine Forschung hat bisher gezeigt, dass Aggres­sionen schlecht oder schäd­lich sind — im Gegen­teil! Wir brau­chen den freien Zugang zu unseren Aggres­sionen genauso wie Liebe, Sexua­lität, Angst und Trauer, um aktiv und kreativ ins Leben zu gehen. 

Wir begegnen Aggres­sionen in vielen Lebens­si­tua­tionen. In der Tier­welt sind Aggres­sionen überlebenswichtig. 

Von Kindern erwarten wir viel

Von Kindern wird erwartet, dass sie sehr früh auf intel­lek­tu­eller Ebene mit ihren Aggres­sionen umgehen. Das ist nicht möglich. Es zu lernen, dauert die ganze Kind­heit. Wer diesen Prozess bei Kindern verhin­dert oder ihn beschleu­nigen will, verur­sacht häufig das Gegen­teil. Außerdem müssen wir wissen: Kinder, die durch destruk­tives Verhalten auffallen, sind in Not: «Mir geht es schlecht. Kann mal bitte jemand in meiner Realität vorbei­kommen und mir helfen.»

Aggres­sionen von unseren Kindern, aber auch Aggres­sionen von fremden Kindern unserem eigenen Kind gegen­über können uns aufregen, uns Angst oder uns hilflos machen. Auch im Kita-Alltag, auf dem Spiel­platz, im Kinder­garten kommt es unter den Kindern immer wieder zu grös­seren oder klei­neren Strei­te­reien. Zuhause erleben wir Aggres­sion von unserem Kind uns gegen­über und umgekehrt.

Allzu oft versu­chen wir aggres­sives Verhalten unserer Kinder durch Sank­tionen zu unter­binden, weil wir dies selbst so erfahren haben oder, weil wir nicht wissen, wie wir anders damit umgehen sollen.

Wie können Eltern helfen?

Als Eltern ist es hilf­reich inne­zu­halten und uns selbst die Frage zu stellen, wie es um unser eigenes aggres­sives Verhalten steht:

  • Leben wir aggres­sive Gefühle, wie Wut, Ärger, Frus­tra­tion konstruktiv, so, dass wir unsere Mitmen­schen nicht verletzen, verlassen oder ihnen sogar Angst machen?
  • Nutze ich meine Aggres­sionen, um für meine eigenen Grenzen und Bedürf­nisse einzu­stehen oder wende ich sie gegen mich selbst?
  • Wie geht es mir, wenn mein Kind sich aggressiv verhält und wie verhalte ich mich dazu?

Es geht nicht darum, als Eltern keine Fehler zu machen!

Wichtig ist die innere Bereitschaft

Wichtig ist die innere Bereit­schaft, neue Wege zu finden, um mit Aggres­sionen umzu­gehen, damit wir für die Kinder Vorbilder sind und sie und wir gemeinsam wachsen.

Meine Buch­emp­feh­lung zu diesem Thema:

löskjdföl­kasjd fasldkfjsd 

Meine Kurs­emp­feh­lungen zu diesem Thema:

  • Fami­lylab Elterngruppen
  • Grenzen setzen ohne Wenn und Aber!
  • Familie, wie geht das denn.

Nicole Dänzler — August 2018

Weitere spannende Momoblog-Beiträge